Fatima CHEKKOR: Die Quintessenz des orientalischen Tanzes in Frankreich

Danke an Fatima CHEKKOR, renommierte und multigenerationelle Bauchtanz-Lehrerin, für die Teilhabe an Ihrer beruflichen Karriere in diesem Bereich.

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Wie lautet Ihre Geschichte hinsichtlich des orientalischen Tanzes? Können Sie uns von den Blütezeiten Ihrer Karriere berichten – von der Entstehung Ihrer Leidenschaft bis heute?

Meine Geschichte mit dem Bauchtanz begann eines Tages im Jahr 1980, als ich mir folgende Frage stellte: Gibt es irgendwo auf dieser Welt einen seriösen orientalischen Tanzkurs? Einen Bauchtanzunterricht, welcher ebenso systematisch erfolgt wie Jazz-Dance, klassischer Tanz und alle anderen zu dieser Zeit bekannten Tanzstile. Ich selbst entstammte einem sehr strukturierten sportlichen und künstlerischen Umfeld. Ich arbeitete daher hart daran, diese Disziplin in verschiedenen Punkten zu strukturieren; ähnlich wie andere Tanzrichtungen, welche bereits staatlich anerkannt waren.

Wie resümieren Sie die Entwicklung des Bauchtanzes, von Ihren Anfängen bis zum heutigen Tag? Und welche Perspektiven bieten sich Ihrer Ansicht nach zukünftig?

In den Achtzigerjahren gab es in Frankreich nur wenige orientalische Tänzerinnen. Sie waren so wenige, dass man sie an einer einzigen Hand abzählen konnte. Es existierte keinerlei Infrastruktur für Auftritte. Es gab einzig ein Kabarett namens "EL JAZAÎR".
Die Vermittlung des Bauchtanzes boten ausschließlich Zaza HASSAN und Leila HADDAD an. Ich selbst war also die dritte Lehrkraft, welche diese Disziplin unterrichtete. Heute empfinde ich einen gewissen Stolz zu sehen, wie weit der orientalische Tanz sich verbreitet hat und wie viele professionelle Tänzerinnen und Bauchtanzkurse man heutzutage im Land zählen kann.
Das bedeutet, dass Pioniere wie wir gute Arbeit geleistet haben, um die Entwicklung des orientalischen Tanzes zu initiieren. Es bleibt jedoch viel zu tun; etwa die Besonderheiten einiger Berufe innerhalb dieser Disziplin klar zu umreißen (die Funktionen als Lehrkraft für Bauchtanz oder die des Choreografen), wie es in allen Berufsgruppen üblich ist.

Mussten Sie Kämpfe ausfechten, um den Bauchtanz zu Ihrem Beruf zu machen?

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Und ob! Ich habe an vielen Fronten gekämpft und tue das bis heute! Der Erste liegt in der langen Dauer meiner Lehrtätigkeit im orientalischen Tanz begründet. Es ist nun vier Jahrzehnte her, dass ich diesen Beruf ergriffen habe und bis heute im Tanzzentrum des Marais in Paris beschäftigt bin.
Ich habe unter anderem die Französische Föderation für orientalischen Tanz gegründet, indem ich alle Pioniere in diesem Bereich vereinte und der neuen Generation anbot, Mitglied zu werden. Das Ziel der F.F.D.O ist es, dieser Kunst zum verdienten Respekt zu verhelfen, indem sie ihren Platz findet und die ihr gebührende Anerkennung erhält.

Welche Träume möchten Sie sich noch im Bauchtanz erfüllen und warum?

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Mein größter Traum ist es, bis zu meinem letzten Atemzug orientalischen Tanz zu unterrichten, weil ich einfach nicht genug davon bekommen kann! Ich bin fast 70 Jahre alt und schwärme noch immer für echte Künstlerinnen. Diejenigen, die vor Leidenschaft brodeln und die größte Erfüllung empfinden, indem sie uns mit hochwertigen und professionellen Bauchtanz-Darbietungen zum Träumen bringen.

Was ist Ihre ganz persönliche Definition von orientalischem Tanz?

Bauchtanz ist die Kunst seinen Körper zu Musik und Rhythmen zu bewegen, welche Schönheit, Beweglichkeit und Emotionen verbinden. Harte Arbeit bringt zauberhafte Ergebnisse hervor. Durch den Mut, sich von Traditionen zu lösen, um sich der Kunst anzunähern und zu einem universellen Tanz zu werden, handelt es sich um einen sehr reichen Tanz. Zugleich werden dabei stilistische Variationen zwischen den einzelnen Ländern berücksichtigt. Es ist ein angenehmer, multikultureller, kosmopolitischer Tanz, was ihm eine ergiebige technische Reichhaltigkeit verleiht.
Es ist auch ein Tanzstil, welcher sich in jedem Alter eignet. Die älteste Schülerin, die an meinem orientalischen Tanzunterricht teilnimmt, ist 83 Jahre alt und tanzt jede Woche zwei Stunden lang nonstop durch!

Können Sie uns einige Bauchtänzerinnen der jungen französischen Generation nennen, für die Sie schwärmen?

Als Beispiele würde ich Myrto, Vélina, Naïra, Marie SHOKKOS, Maya, Karine und auch viele andere nennen, welche ebenso angenehm auf der Bühne anzuschauen sind. Manche von ihnen haben bei mir mit ihrer tänzerischen Darbietung echte Gänsehaut verursacht.

Was sind Ihre Favoriten in Sachen Bauchtanz?

taly-04.jpg- Musik für orientalischen Tanz: Ich habe keinen bestimmten Titel, da ich finde, dass jede Musik tanzbar ist.
- Bauchtanz-Stil: Ebenso. Ich unterrichte Tanz, also Bewegung. Es geht daher darum, offen für alle Tanzstile zu sein.
Orientalisches Tanzoutfit: Ich kann mich nicht positionieren, da alles vom Thema der Aufführung abhängt.
- "Star" des Bauchtanzes: Samia GAMAL

Veröffentlicht in: Orientalische Tänzerinnen

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