Marine, die Königin des Bauchtanzes in den sozialen Netzwerken

Vielen Dank an Marine "BE FULL OF LIFE", eine talentierte orientalische Tänzerin und leidenschaftliche Lehrerin, die unser Interview mit gutem Humor, Großzügigkeit, Zärtlichkeit und extremer Freundlichkeit beantwortet hat.

Erzähl’ uns deine Geschichte zum orientalischen Tanz…

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Ich habe niemals Tanzstunden genommen, als ich noch jung war.

Ich habe das Tanzen immer geliebt, aber in einer sehr freien und spontanen Art und Weise zu Hause, ein bisschen wie ein Ventil. Ich war gerade einmal 22 Jahre alt, zu einem Zeitpunkt, als ich mein erstes eigenes Gehalt bekam, dass ich darüber nachdachte, meine erste Tanzstunde zu nehmen. Eigentlich wollte ich Salsa lernen, aber der Kurs war schon voll und so bin ich, vielleicht ein bisschen aus Trotz, einem orientalischen Tanzkurs beigetreten. Als ich dann auf diese Disziplin gestoßen bin, war es eine absolute Offenbarung. Es war, als ob ich etwas entdeckt hätte, das schon lange in mir war, ich aber nicht erwartet hatte. Ich wusste in diesem Moment, dass der Bauchtanz für mich nicht nur ein Hobby sein, sondern zu einer Leidenschaft werden würde, die mich durch mein Leben begleitet, um mich selbst auszudrücken und gut zu fühlen und das, ohne mir auch nur eine Sekunde darüber Gedanken zu machen, dass ich diese Leidenschaft zu meinem Job machen würde.
Tatsächlich studierte ich, um Italienisch-Lehrerin zu werden und dann Projektmanagerin im Tourismus, um personalisierte Trips zu erstellen. Heute bereue ich keinen einzigen Moment diesen Karrierewechsel, bei dem ich durch mehrere für mich wesentliche Aspekte aufblühe: Abliefern, Eventorganisation und schließlich Kreation.
Um diese Umstellung erfolgreich durchführen zu können, hatte ich zum Glück eine Bauchtanzlehrerin an meiner Seite, die an mich glaubte und mir sogar anbot, sie zu vertreten. So fing ich an und es war eine große Verantwortung! Zuvor reiste ich zwei Monate nach Ägypten, um tiefer in das Thema einzutauchen und alle Facetten und kulturellen Aspekte dieses Tanzes besser zu verstehen.
Ich absolvierte außerdem die professionelle Ausbildung von Yaël ZARCA, um mich sicherer zu fühlen und von den wertvollen Ratschlägen zu profitieren, die für die Ausübung dieses Berufs notwendig sind.

Wir wissen, dass du eine Menge Follower in den sozialen Medien hast. Was tust du, um die Menschen durch den orientalischen Tanz zusammenzubringen und für diese Disziplin und deine Aktivitäten in dieser Region zu werben?

Vor 3 Jahren, als ich von einem Trip nach Brasilien zurückkehrte, bei dem ich wirklich lernte, loszulassen und mir gegenüber versöhnlicher zu sein, was mein eigenes Bild und vor allem das in den sozialen Medien angeht, teilte ich sehr spontan ein Trainingsvideo, das ich zu Beginn des Schuljahres mit meinen Schülerinnen aufgenommen hatte und… dieses Video hatte 9 Millionen Aufrufe!
Über Nacht hatte ich nun nicht mehr 5,000 Abonnenten, sondern 60,000 und die Zahl wuchs immer weiter. Heute habe ich fast 400,000 Abonnenten und Videos, die regelmäßig eine Million Aufrufe erzielen.
Rückblickend denke ich, dass die Tatsache, dass ich meine eigene Sichtweise weiterentwickelt habe und nicht mehr nach Perfektion strebe, sondern einfach nur die Realität der Dinge zeige, das „wahre Leben“, und dass ich das auch zum Vergnügen (anderer und mir selbst) geteilt habe, zum Erfolg dieses Videos beigetragen hat.
Tatsächlich bevorzuge ich Belastbarkeit und selbst wenn ich müde oder mit einigen Bewegungen nicht zufrieden bin, weil ich sie zweifellos besser machen könnte, akzeptiere ich, dass mein Körper dieses Ergebnis an diesem Tag hervorgebracht hat und akzeptiere auch, dieses Ergebnis zu zeigen. Ich habe also nicht wirklich irgendein Geheimnis, um viral zu gehen, außer vielleicht Authentizität, Spontanität und Regelmäßigkeit. Ich versuche immer Inhalte zu teilen, die das spiegeln, was ich bin: fröhlich, positiv und voller Freundlichkeit und ich denke, das ist vielleicht das, was die Leute mögen und was vor allem so viele Frauen dazu bewegt, mir zu folgen…
Übrigens: Danke an all die Menschen, die meinen Content schauen, ihn wertschätzen und mir so unglaublich viele Ermutigungen schicken. Das motiviert mich und hilft mir unglaublich dabei, immer weiterzumachen.

Gibt es ein Schlüsselerlebnis in deiner Reise im orientalischen Tanz, das einen Wendepunkt in deiner Karriere darstellte und dich zu der bekannten Bauchtänzerin machte, die du heute bist?

Zunächst war da diese beeindruckende Präsenz auf Instagram, die ich auch dem großartigen libanesischen Sänger Ragheb Alama zu verdanken habe, der meine Inhalte geteilt hat. Ich bin ihm sehr dankbar, denn dadurch habe ich enorme Aufmerksamkeit erlangt.
Dann sind da all die großartigen Auftritte, die ich gemacht habe, sei es mit Künstlern oder Tänzerinnen, die ich schätze und bewundere, wie zum Beispiel Justine oder auch die Shows, die ich mit meiner Freundin Sarah COLIN produziert habe.
Schließlich denke ich aber auch an all die Momente des Teilens und des Reisens um die Welt, die mich bereichert haben und unvergesslich sind.

Was bringt dir das Bauchtanzen?

Orientalisches Tanzen ist für mich wirklich der Grund meiner Existenz, meine Luft zum Atmen. Es ist mein Freiraum, der mich unabhängig von den Lebensumständen glücklich macht. Es ermöglicht es mir, meine Kreativität auszudrücken, zu geben und zu teilen. Ich glaube, ohne den Bauchtanz wäre ich nicht die Frau, die ich heute bin. Er hat mir enorm zu mehr Selbstvertrauen und Erfüllung verholfen und mir viel Glück, Begegnungen und Glanz beschert!

Was ist dein Lieblingsstil des orientalischen Tanzes?

Schwer zu beantworten… Es wechselt sich wirklich ab… Als ich mit Bauchtanz angefangen habe, mochte ich Baladi und Perkussion am liebsten. Heute genieße ich vor allem orientalische Klassiker, manche Popmusik und Street Shaabi. Falls mich jemand fragt, warum ich den orientalischen Tanz so sehr liebe, liegt es wahrscheinlich vor allem am Reichtum und der Vielfalt der Stile. Es ist für jeden Geschmack und für jede Stimmung etwas dabei, man kann nicht müde davon werden!

Musstest du als Teil deiner Arbeit als professionelle orientalische Tänzerin und Lehrerin auch reisen? Und falls ja, wohin und weshalb?


Reisen ist ein essentieller Part meines Lebens. Da ich von Natur aus eine Weltenbummlerin bin, liebe ich es, zu verreisen, wann immer sich mir die Möglichkeit bietet. Das ist für mich zum Einen eine Art Herauskommen, zum Anderen befeuert es meine Kreativität. Meistens unternehme ich Reisen auf eigene Faust, als Abenteuer. Ich habe um die vierzig Länder bisher bereist und ich habe nicht vor, damit aufzuhören!
Als ich damit begann, Tanzstunden zu geben, haben meine Schülerinnen vorgeschlagen, dass ich sie auf eine Reise mitnehmen solle, sie würden mit mir mitkommen. So ist mein erster orientalischer Tanz-Trip vor 7 Jahren entstanden. Über die letzten Jahre habe ich Dutzende von Expeditionen nach Sizilien, Portugal und Ägypten organisiert, die kulturelle und kulinarische Entdeckungen vereinen und, natürlich, das Tanzen, unsere gemeinsame Leidenschaft. So entstehen wirklich sehr kraftvolle und verändernde Momente, die die Teilnehmenden näher zusammenbringen und es ihnen erlauben, sich selbst herauszufordern, da sie sich so weit weg von zu Hause, ihrem Leben und ihrer gewohnten Umgebung außerhalb ihrer Komfortzone bewegen.
Ich habe meine Schülerinnen zum Beispiel vor einem einheimischen Publikum am Strand, in Parks oder vor Monumenten tanzen lassen, was natürlich auch wunderschöne Erinnerungen schafft. In dieser Frauengruppe entwickelt sich eine positive und fürsorgliche Dynamik, die Offenheit und Selbstverbesserung fördert.
Als eine professionelle orientalische Tänzerin bin ich mehrere Male im Ausland aufgetreten. Zuerst in Brasilien für mehrere Shows, die in bedeutenden orientalischen Tanz-Institutionen in Lateinamerika stattfanden und bei denen die größten orientalischen Tänzerinnen die Möglichkeit hatten, aufzutreten.
Es war auch in Brasilien, wo ich das Glück hatte, mit Tony Muzak aufzutreten, einem Sänger, den ich sehr schätze und von dem ich nicht einmal zu träumen gewagt hatte, mit ihm eine Bühne zu teilen.
Ich habe zudem auch auf festlichen Events in Tunesien und Ägypten getanzt, wirklich wundervolle und warme Erfahrungen! Hier lernte ich, mich selbst zu übertreffen, mich aber auch gleichzeitig nicht zu „überorganisieren“, weil die Vorbereitung in diesen Ländern ziemlich folkloristisch ist und du wissen musst, wie du dich anpassen kannst, um eine qualitativ hochwertige Show abzuliefern, ungeachtet der Bedingungen und Umstände.
Vor kurzem wurde ich schließlich eingeladen, um auf den Inseln Réunion und Mauritius Bauchtanz-Workshops zu geben.
Momentan bin ich in Kolumbien, wo ich das Vergnügen haben werde, an der Belly Passion School in Bogota zu unterrichten. Diesen Sommer werden ich nach Saudi-Arabien reisen, um an der Happy Dance School zu unterrichten.
Mit all diesen Trips kann ich Träume verwirklichen, indem ich die beiden Dinge, die ich im Leben am meisten liebe, miteinander vereine: Reisen und Tanzen. Zudem sind das auch Gelegenheiten, um zu sehen, wie der orientalische Tanz sich in den verschiedensten Teilen der Welt weiterentwickelt und das ist immer eine sehr bereichernde und inspirierende Erfahrung.
Ich kann durch einen echten, tugendhaften Austausch etwas erschaffen und mich weiterentwickeln, und ich bin voller Dankbarkeit.

Schauen Sie sich Marines Bauchtanz-Video an, das online viral gegangen ist:
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Veröffentlicht in: Orientalische Tänzerinnen

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